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12. November 2019

A Tuesday for Future - eine Aktion für starke Mädchen

Trotz strömenden Regens machten sich 25 Schülerinnen der Umwelt-AG in Begleitung von Frau Zahnbrecher und Frau Lohr auf den Weg zum Bäumepflanzen.

Wer da glaubt, Frauen seien empfindliche Zimperliesen, wurde am Dienstag, den 5. November 2019 eines Besseren belehrt:

Trotz strömenden Regens machten sich 25 Schülerinnen der Umwelt-AG in Begleitung von Frau Zahnbrecher und Frau Lohr auf den Weg zum Bäumepflanzen.

 Diese Aktion erfolgte im Rahmen des Projekts „Plant for Future“, das vom Elternbeirat des Chiemgau-Gymnasiums initiiert wurde und an dem verschiedene Schulen aus dem Landkreis teilnahmen.  

Herr Gerhard Fischer vom städtischen Forstamt war mit zwei Helfern vor Ort, um die Sparzer Mädchen auf ihre Aufgabe vorzubereiten und ihnen praktisch mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.  Nachdrücklich wies er auf die Bedeutung des Waldes für uns Menschen hin – einerseits als Umwandler von Kohlendioxid in lebensnotwendigen Sauerstoff durch die Photosynthese, andererseits als reinigender Filter für das Regen- und Grundwasser und nicht zuletzt als natürliches „Kühlelement“ für unsere Städte.

Obwohl gerade dieser Aspekt angesichts steigender Temperaturen und zunehmender Dürre in Zeiten des Klimawandels immer wichtiger wird, verschwinden in vielen Regionen Deutschlands und Europas derzeit ganze Waldflächen, da besonders Fichten, aber auch Kiefern und Buchen sehr anfällig für Hitze und Trockenheit sind und sich nach mehreren heißen Sommern nicht mehr erholen können.  

Zwar sei der Alpenraum durch höhere Niederschlagsmengen insgesamt begünstigt, meinte Fischer, dennoch lasse sich der Klimawandel auch bei uns nicht wegleugnen. Das Forstamt mache daher Versuche, um herauszufinden, welche Pflanzen die klimatischen Veränderungen am besten verkraften können, und sei so auf die „Türkische Baumhasel“ gestoßen, die Hitze recht gut verträgt und obendrein wertvolles Holz und schmackhafte Haselnüsse liefert. „Jetzt ist die richtige Pflanzzeit, da wir noch keinen Frost haben, die Wurzeln noch aktiv sind und genug Regen fällt“, so Fischer. „Auf geht’s zum Bäumepflanzen!“  

Das ließen sich die Sparzerinnen natürlich nicht zweimal sagen und setzten unter Herrn Fischers fachkundiger Anleitung 25 Bäumchen  im Bereich der ehemaligen Skisprungschanze am Fuße des Bürgerwalds ein. „Hoffentlich wachsen sie an und fühlen sich hier wohl!“, so der Wunsch der Schülerinnen.

Durchfroren und durchnässt, aber sehr zufrieden kehrten dann alle ins warme Schulhaus zurück und nahmen sich vor, „unseren“ Bäumen spätestens im nächsten Jahr wieder einen Besuch abzustatten.