Musical-Aufführungen

Musical 2017: Maria Ward - "Kleine Frau - Große Seele"

Im Rahmen unseres diesjährigen Leitbildthemas „Wir sind eine Maria-Ward-Schule“ hat sich das Musicalteam ein biographisches Stück über das Leben und Wirken Mary Wards vorgenommen.

Auf humorvolle und nicht ganz wahrheitsgetreue Weise erzählen überirdische Wesen von ihrer Arbeit, bei der sie alle Hände voll zu tun haben, um Mary Ward sicher durchs Leben zu bringen. Den Auftrag hierfür erteilt ihnen ihr Boss Charly. Den Wesen ist von Anfang an bewusst, dass Katholiken es im England des 16. Jahrhunderts nicht gerade leicht haben, weswegen sie umso mehr ein Auge auf die noch junge und ambitionierte Mary Ward haben müssen.

Nachdem sie einen Verehrer, der um ihre Hand anhalten wollte, abblitzen lässt, folgt sie ihrer wahren Bestimmung: sie geht nach Saint-Omer in Belgien und gründet dort eine geistliche Gemeinschaft mit der Aufgabe, Töchter aus gutem Hause zu unterrichten.

Da der von ihr gegründete Orden bis dato jedoch noch keine offizielle Genehmigung vom Papst hat, bleibt der jungen und entschlossenen Frau nichts anderes übrig, als in Rom persönlich vorstellig zu werden. Selbstverständlich erhält sie Geleitschutz in Form der drei überirdischen Wesen, denen es sogar gelingt, Verstärkung von oben anzufordern.

Leider bleibt ihr Wunsch unerhört und sie muss unverrichteter Dinge und durchaus enttäuscht aus dem Königreich Italien zurückkehren. Nachdem sie die Alpen überquert hat, rastet sie mit ihren zwei Gefährtinnen an einem geradezu magischen Ort im Königreich Bayern.

Zwei äußerst höfliche junge Mädchen setzen die Gefährtinnen davon in Kenntnis, dass es sich um Sparz handelt – einen idyllischen Ort im Chiemgau, der die Schwestern zu einer Nacht im Freien einlädt. Mary träumt davon, dass an dieser Stelle einmal eine Schule ihres Ordens gegründet wird.

In den folgenden Jahren bleibt Mary stark und reist wiederholt nach Rom. Den päpstlichen Kompromiss einer Klausur lehnt die Ordensschwester aber ab. Nichtsdestotrotz gründet sie unentwegt weitere Schulen und leistet so einen entscheidenden Beitrag zur Bildung junger Frauen.

Leider zehren die vielen Reisen und das ständige Bestreben um Neugründungen an den Kräften Mary Wards. Zwar erholt sie sich von vielen Krankheiten, doch ereilt sie der Tod zu früh. Nicht nur ihre Ordensschwestern trauern um sie, sondern auch die überirdischen Wesen, die stets um sie besorgt waren.

Positiv bleibt jedoch die Botschaft am Ende des Stücks: Ihre Gemeinschaft ist die Zukunft! Den Beweis hierfür liefert ein Blick auf die Gesamtheit der heutigen Maria-Ward-Schulen.

Der Text unseres Stückes wurde von Margret Zahnbrecher und Michael Vogl geschrieben, die sich hierfür zunächst eingehend mit der Biografie Mary Wards auseinandergesetzt haben. Um das Leben der Ordensschwester darzustellen, wurden wichtige Stationen und Aussagen aus ihrem Leben in das Theaterstück hineingekommen.

Aufgelockert wird das Stück durch Chor- und Orchestereinlagen, die teilweise extra für dieses Theaterstück von Margret Zahnbrecher und Rupert Schmidhuber geschrieben wurden.

Susanne Raidl war auch heuer wieder um die Kostüme bemüht und fertigte einige in akribischer Arbeit selbst an.

Regine Wiedemann studierte mit dem Chor und einzelnen Schauspielerinnen schwungvolle Choreographien ein. Beim Einstudieren des Renaissancetanzes wurde sie von Peter Klein unterstützt.

Michael Vogl

„Rise“ - Auch wenn Mary Wards Werk nach ihrem Tod scheinbar in Trümmern liegt: Aus dem Wissen um die Auferstehung speist sich die christliche Hoffnung, dass die Saat, die Mary gesät hat und die ihre Gefährtinnen weiter säen, Frucht tragen wird.
Unser Maria-Ward-Lied - von Frau Zahnbrecher selbstkomponiert. Hier: der Rap der „kleinen Dinge“: Die kleinen Dinge, wie z. B. die Gemeinschaft – die ja so klein gar nicht sind –, verändern die Welt. Unser Maria-Ward-Lied entstand im Zuge des Maria-Ward-Jahres der Schule und hatte am Maria-Ward-Tag seine Uraufführung.
Mary Wards Satz spricht für sich.
Das Finale
Mary Ward verlässt mit ihren Gefährtinnen St. Omer in Belgien um nach Rom zu gehen.
Sie sind dabei nicht ganz allein ...
... himmlische Begleitung auf dem Weg.
Der Auftrag: die drei überirdischen Wesen (Engel) erhalten den Auftrag, Mary Ward ab dem Zeitpunkt ihrer Geburt zu beschützen.
Auch Engel können einen Spleen haben: dauerhungrig und etwas selbstverliebt.
Marmaduke Ward (Mitte) glaubt, den richtigen Mann und den richtigen Lebensplan für seine Tochter gefunden zu haben.
Bei einer „Danserey“ möchte Lord Edlington der jungen Mary näherkommen. Doch Mary hat Größeres im Sinn.
Eine vorübergehende Amnesie soll den Lord daran hindern, sich der jungen Adligen weiter zu nähern. Die Engel leisten ihren Beitrag.
Marys Gefährtinnen raten ihr, nach Rom zu reisen, um die Anerkennung des Ordensinstitutes durch den Papst zu erbitten.
Die Engel befürchten, dass das Chaos-verbreitende ABC-Tier Mary schaden könnte. Sie reisen ihr auftragsgemäß hinterher.
Auf der Heimreise von Rom rasten die Schwestern auf dem Sparzer Berg. Marys Vision: Hier wäre ein idealer Ort für eine ihrer Schulen.
Marys Vorhaben der Mädchenbildung durch Schwestern ohne Klausur schafft ihr so manche Feinde. Folge: Kerkerhaft in München
Mary stirbt entkräftet von den vielen Reisen im Kreise ihrer Gemeinschaft. Diese bildet die Keimzelle ihres Ordens.
„This little light of mine“ - Mein kleines Licht. Die Welt verändern, das ist Marys Auftrag, den sie von Gott her erspürt.
Kyrie eleison - Herr erbarme dich. Der gregorianische Choral nimmt die kontemplative Stimmung des Klosters auf.
„I will survive“ - Mary muss als verfolgte Katholikin aus der englischen Heimat nach Belgien fliehen. Dort gründet sie ihren Orden.
„That we be such as we are“ - Zeige dich so wie du bist und sei so, wie du dich zeigst. Mary Wards Satz ist das Leitbild unserer Schule.
 

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Bianca und die sieben Zwerge

Sparzer Musical 2016

Bianca und die sieben Zwerge

Chor, Orchester und Theatergruppe wagten sich am 13.07., 14.07., 18.07. und 19.07.2016 an eine neue und moderne Version von „Schneewittchen“.
Der Unterschied zum ursprünglichen Märchen der Gebrüder Grimm wird jedoch bereits am Titel des Stücks deutlich: der Name der Hauptfigur ist Bianca – genauer gesagt Bianca Neve. Dies ist italienisch und heißt „Weißer Schnee“, wodurch eine Parallele zur Vorlage („Schneewittchen“ oder „Schneeweißchen“) hergestellt ist.
Da das Königspaar zu Beginn des Stücks Zwillinge bekommt, jedoch nur eines der Mädchen für die Rolle benötigt wird, „teilen“ sich beide diese. Wie einst Schneewittchen, so wird auch Bianca nach dem frühen Tod ihrer leiblichen Mutter eine Stiefmutter vorgesetzt, die sich durch sehr negative Charaktereigenschaften, vornehmlich Neid und Eitelkeit, auszeichnet und Ludmilla heißt.
Um die schöne Stieftochter aus den Augen zu haben, soll es Schmidt-Lehmann, der Bodyguard Ludmillas, im Wald aussetzen. Hier stößt Bianca bald auf die Hütte einer recht ulkigen Männertruppe, die sich regelmäßig trifft, um – ähnlich einer Selbsthilfegruppe – ihre Probleme in Familie und Beruf zu diskutieren und dem Alltagsstress ein Stück weit zu entfliehen. Nach anfänglicher Skepsis wird der Gast aufgenommen und bringt sich sofort als Haushaltshilfe ein.
Als die Stiefmutter von ihrem stotternden Spiegel erfährt, dass Bianca noch lebt, begibt sie sich verkleidet als fahrende Verkäuferin zu der Hütte im Wald, wo sie ihrer Stieftochter allerhand Vergiftetes andreht. Die Frühstücksflocken – Stepmother’s flakes – führen bereits nach der ersten Verkostung zum Tod des Mädchens.
Während die kleinwüchsigen Männer noch um sie trauern, kommt ein genervter Faschingsprinz namens Wolfi des Weges, der vom ausgelassenen Karnevalstreiben die Nase voll hat. Er verliebt sich sofort in Bianca und erweckt sie durch einen Kuss zum Leben. Da er leider kein echter Prinz ist, sondern nur aus einfachen Verhältnissen stammt – sein Vater ist Metzgermeister in Buxtehude  und seine Mutter arbeitet halbtags bei Lidl an der Kasse –, soll die große Hochzeit im Schloss von Biancas Vater stattfinden.
Schmidt-Lehmann, der seinen Dienst wegen der Boshaftigkeit Ludmillas quittiert hat, informiert den König heimlich über die grausamen Pläne, die dessen neue Gemahlin geschmiedet hat. Von ihrem Vater bekommt Bianca nunmehr ein sehr originelles Hochzeitsgeschenk: er veranlasst, dass Ludmilla vom bösen Wolf, den Rotkäppchen an der Leine ins Schloss führt, gefressen wird.
Das Stück wurde von der Schulspielgruppe unter der Leitung von Herrn Vogl einstudiert. Dem großen Engagement von Frau Zahnbrecher, die die Leitung des Chors innehat, sowie dem immensen Einsatz des Orchesters unter der Regie von Herrn Schmidhuber ist es zu verdanken, dass die Aufführung mit Gesängen und Melodien bereichert wurde, die speziell für die jeweiligen Szenen ausgesucht wurden. Zudem übte Frau Wiedemann mit dem Chor kunstvolle Choreographien ein, wodurch dem Publikum einiges geboten werden konnte. Frau Raidl stattete die Mitwirkenden mit Kostümen aus. Hervorzuheben ist auch die Arbeit von Herrn Pawlow, der sich um die Einladungen und Programme gekümmert hat.

Michael Vogl

 

 

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